Kielschwein Online

„Kielschwein“ ist die Mitgliederzeitschrift der DRG. Ausgewählte Artikel daraus und andere aktuelle Nachrichten werden hier veröffentlicht:

Anrudern am 22. April 2017

Am Samstag fand unser traditionelles Anrudern statt. Überraschenderweise ging es diesmal von Köln – Rodenkirchen vorbei an der Kölner Skyline nach Dormagen (also eigentlich wie immer…). Wegen des AfD-Parteitags und den damit verbundenen Demonstrationen gab es an Land reichlich Straßensperrungen. Der Rheinufertunnel war schon am Freitag dicht, das hinderte den Fahrer des Bootsanhängers aber nicht, dort lang zu wollen.  Die gesperrte und für Polizeimaterial genutzte Deutzer Brücke konnten wir am Samstag aber problemlos unterfahren. Ein paar mehr Polizeiboote auf dem Wasser, das war’s auch schon. Ab Leverkusen dann heftiger Gegenwind, aber wir haben tapfer durchgehalten. Bergab kräftig rudern müssen war für manche neu. Es hat sich aber gelohnt. Das Orgateam hatte von eigenen Kreationen abgesehen und beim Inder ein deutsch-italienisches Buffet bestellt. Hört sich widersinnig an, war aber richtig lecker.

Ein paar Fotos gibt es hier

Matthias

Rudern für Jugendliche und junge Erwachsene  

Seit Anfang des Jahres widme ich mich der Jugendarbeit in unserem Verein mit dem Ziel jungen Leuten den Spaß an dieser tollen Sportart weiter zu vermitteln. Am Straberger See findet einmal die Woche ein Rudertermin für Jugendliche statt. Dieser richtet sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene. Vom schmalen bis zum breiten Einer benutzen wir jede Bootsform. Die breiten Fun-Boote werden von uns auch liebevoll die schwimmende Badewanne genannt. Das Ziel der Ruderausbildung ist das Skiff. Dies ist die schmalste Bootsform und erfordert daher auch das meiste Geschick. Unser Renndoppelzweier kommt auch häufiger zum Einsatz und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Fortgeschrittenen. Hier wird die Zusammenarbeit als Team gefördert. Dies ist ein wichtiger Teil des Rudersports, da das Boot immer eine Einheit bilden sollte. Nach der abgeschlossenen Grundausbildung besteht die Möglichkeit neben dem Straberger See auch auf dem Rhein in größeren Booten zu rudern.

Während der Sommerferien haben wir zusätzlich zwei Stadtranderholungen angeboten. Dort hatten die Kinder die Möglichkeit eine Woche lang das Rudern spielerisch kennenzulernen. Dies kam super an und war ein voller Erfolg. So konnten wir mehrere dauerhaft für das Rudern begeistern. Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung berichtete in einem Artikel: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dormagen/kinder-entdecken-bei-der-stadtranderholung-das-rudern-aid-1.6198313

Die Gruppe ist so über das Jahr auf aktuell 11 Jugendliche angewachsen. Das ist ein schöner Erfolg auf dem wir weiter aufbauen werden.

Auch für junge Erwachsene gibt es bei mir die Möglichkeit das Rudern zu erlernen. Hier sind wir als Gruppe auch häufiger am Rhein gerudert und so beschlossen wir gemeinsam im Vierer beim Rheinmarathon an den Start zu gehen. Unser Motto für die Regatta war ganz nach dem olympischen Gedanken: „Dabei sein ist alles!“. Der Spaß stand also im Vordergrund. Für Gina, Tamara und Georg war es die erste Regatta, nachdem sie dieses oder letztes Jahr mit dem Rudern begonnen hatten. Sie rudern die 42,8km hervorragend und Lotte steuerte uns souverän über den Rhein. Wir erreichten zufrieden das Ziel und waren um eine tolle Erfahrung reicher.

Ich habe in diesem Jahr viel Freude bei der Ruder Ausbildung gehabt. Es ist einfach schön neue Menschen für das Rudern zu begeistern und die guten Fortschritte zu verfolgen.

Florian Groß

67. Langstreckenregatta Grüner Moselpokal

Am 24. September fand der 67. Grüne Moselpokal in Bernkastel-Kues statt und für unseren Verein gingen Ulrich Milbacher und ich an den Start. Uli startete in einer Renngemeinschaft mit dem RTHC Bayer Leverkusen und dem Hattinger RV im Vierer und für mich war es die erste Regatta im Renneiner. Insgesamt starteten 245 Boote mit 1100 Ruderern in verschiedenen Alters- und Bootsklassen vom Einer bis zum Achter.

Bei meiner Ankunft am Morgen in Bernkastel-Kues zogen gerade die letzten Nebelfelder über den Weinbergen weg und so hatten wir für die Regatta hervorragende Wetterbedingungen. Meine Startzeit war für 14:50 angesetzt, sodass ich nach dem Aufriggern noch genug Zeit hatte vom Ufer aus die Regattastrecke zu erkunden. Diese ist landschaftlich wunderschön zwischen den Weinbergen und dem Ort Bernkastel-Kues gelegen und ging zunächst 2 km stromab und nach einer Wende über Backbord wieder 2 km stromauf. Die Strömung ist dort sehr gering und beim Rudern kaum spürbar. Die Mosel ist also auf keinem Fall mit dem Rhein zu vergleichen.  Uli ging mit seiner Mannschaft schon um 13:15 an den Start und so konnte ich mir das Rennen vom Ufer aus anschauen und die Gruppe anfeuern. Sie belegten einen tollen 4. Platz.

Danach ging es dann auch für mich in die heiße Phase. Eine halbe Stunde vor meinem Start legte ich zum Warmrudern ab und mit den ersten paar Schlägen verflog auch meine Anspannung. Das Rennen wurde fliegend gestartet und ich war von Beginn an hochmotiviert unterwegs. Der letzte Kilometer war daher für mich der härteste, aber mit viel Kampf konnte ich meine Schlagzahl konstant hochhalten. Ich belegte den 2. Platz und war sehr zufrieden.

Anschließend wurden die Boote für die Rückreise fertiggemacht und sich bei guter Verpflegung gestärkt. Ich nutzte die Schlafmöglichkeit in einer Sporthalle und blieb wie viele weitere Teilnehmer bis zum nächsten Tag. Im Regattazelt direkt an der Mosel wurde bei Live Musik nach einer tollen Regatta bis in die Nacht gefeiert.

Der grüne Moselpokal war für mich eine schöne Erfahrung und hat richtig Spaß gemacht. Deshalb werde ich auch im nächsten Jahr wieder versuchen im Rennboot an Regatten teilzunehmen.

Florian Groß

Ein Video mit Eindrücken aus Bernkastel-Kues:

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Wanderfahrt Amsterdam 5-8 Mai 2016

 

Unsere Gruppe, bestehend aus Lotte, Kim, Christopher, Markus, Dieter, Dennis, Florian und Matthias, machte über das Wochenende, an dem Christi Himmelfahrt war, eine Wanderruderfahrt nach Amsterdam. Los ging es am 05.05. um 8 Uhr am Bootshaus. Mit unseren Booten machten wir uns auf den Weg zu einem der größten Ruderclubs der Niederlande „Willem III“. Dort durften wir unsere Boote lagern und auch den Hänger stehen lassen. Nachdem wir die Boote aufgeriggert hatten, ging es erst einmal zum Apartment, das nur wenige Minuten zu Fuß von deAmsterdam Aftermoviem Ruderclub entfernt war. Über airbnb hatte Lotte uns eine super Wohnung mit toller Dachterrasse organisiert. Im Apartment angekommen, haben wir uns schnell umgezogen und kurz frisch gemacht, um direkt wieder zum Ruderclub zu gehen und eine erste Tour auf der Amstel zu machen. Bei unserer ersten Fahrt auf der Amstel fuhren wir stadtauswärts und haben 22 km zurückgelegt. Bereits am ersten Tag ist während der Fahrt das Holz eines Rollsitzes, das bereits angebrochen war, leider ganz gebrochen und auf der Position konnte nicht mehr gerudert werden. Dieter, der auf der Position saß, musste sich deswegen zurückziehen lassen zum Ruderclub und Pause machen. Jedoch hat Dieter die Pause sinnvoll genutzt und tolle Videos und Fotos mit seiner GoPro Action Cam gemacht. Am Ruderclub angekommen, haben wir nach dem Ruderwart gesucht um nach einem neuen Rudersitz zu fragen. Jedoch war dieser an diesem Tag nicht da und wir hatten schon die Befürchtung, dass wir für den nächsten Tag keinen Ersatz b20160507_112819000_iOSekommen. Der Ruderwart hatte aber von unserem Unglück gehört und extra für uns einen Rollsitz bei dem Zulieferer des Vereins „Willem III“ besorgt. Der Rollsitz war am Morgen des zweiten Tages schnell montiert und so konnten wir alle zusammen in die Innenstadt durch die Grachten fahren. An dem Tag sind wir insgesamt 20 km gerudert. Mittags haben wir früh genug angelegt und konnten zwei Anlegeplätze an einem tollen Imbiss „Hannekes Boom“, in der Nähe des Amsterdamer Hauptbahnhofs, ergattern. Bei der letzten Fahrt, am dritten Tag, haben wir die Amstel verlassen und auf der Weesper Trekvaart die Amsterdamer Aussenquatiere durchquert. Wir mussten unter mehreren sehr tiefen Brücken, bei denen man sich hinlegen musste, hindurch und haben 22 km gerudert. Leider haben wir an dem Tag kein Lokal für eine Pause zum Anlegen gefunden. Deswegen haben wir letztendlich in der Nähe eines Supermarkts angelegt und uns dort etwas geholt. Am vierten Tag, dem 2016-05-0708.05., ging es morgens zurück. An allen Tagen hatten wir super Wetter. Es war immer angenehm warm und die Sonne schien. So konnten wir auch abends ausgiebig unsere tolle Dachterrasse benutzen und als Ausgangspunkt für unsere abendlichen Ausflüge in die Innenstadt benutzen.

 

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Video: Jahresrückblick 2015

Florian hat aus seinem umfangreichen Material einen Film zusammengeschnitten, der die Highlights des Jahres 2015 zusammenfaßt:

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